Wo früher die Maschinen des Kohlebergbaus arbeiteten, ist neuer Wohnraum entstanden. Im Umfeld des markanten Förderturms in Kamp-Lintfort wurde ein ehemaliges Maschinengebäude umfassend umgebaut und für eine neue Nutzung weiterentwickelt.
Die besondere Qualität des Projekts liegt im spannungsvollen Zusammenspiel von industrieller Vergangenheit und zeitgemäßem Wohnen. Prägende Elemente des Bestands – darunter massive Betonbauteile und sichtbare konstruktive Strukturen – bleiben erlebbar und geben den neuen Wohnungen ihren unverwechselbaren Charakter.
Für die Umnutzung des Gebäudes erarbeitete die Weber-Xanten Ingenieure GmbH die Tragwerksplanung sowie die bauphysikalischen Nachweise. Dazu gehörten die statischen Berechnungen ebenso wie die Nachweise zum Wärme- und Schallschutz. Ziel war es, die vorhandene Bausubstanz sicher in die neue Nutzung zu überführen und gleichzeitig die Anforderungen an komfortablen, energieeffizienten Wohnraum zu erfüllen.
Die Herausforderung bestand darin, mit einem gewachsenen Bestand sorgfältig umzugehen: Bestehende Bauteile mussten bewertet, neue Eingriffe konstruktiv abgestimmt und die Anforderungen der Wohnnutzung in das vorhandene industrielle Gefüge integriert werden. So konnte aus einem ehemaligen Maschinengebäude ein charaktervoller Ort zum Wohnen werden – mit sichtbarer Geschichte und einer tragfähigen Perspektive für die Zukunft.
Für die Montage eines außergewöhnlich großformatigen Banners an einem Parkhaus der Lufthansa AG übernahm unser Ingenieurbüro die Tragwerksplanung der Befestigungs- und Unterkonstruktion.
Mit Abmessungen von rund 68 × 14 Metern erreicht das Banner eine Fläche von etwa 950 m². Aufgrund dieser Größe entstehen insbesondere aus Windbeanspruchungen erhebliche Kräfte, die sicher in die vorhandene Gebäubekonstruktion eingeleitet werden müssen.
Das Banner wurde hierzu an einer eigens vorgesehenen Stahlrohrrahmenkonstruktion befestigt. Der Stahlrahmen ist über entsprechend bemessene Stahlanker und Befestigungspunkte mit dem bestehenden Parkhaus verbunden.
Im Rahmen der Tragwerksplanung wurden insbesondere die Beanspruchungen der Konstruktion, die Lastweiterleitung innerhalb des Stahlrahmens sowie die Befestigung und Verankerung am Bestandsgebäude betrachtet und statisch nachgewiesen.
Das inzwischen montierte Banner zeigt eindrucksvoll, dass auch großformatige Werbe- und Fassadenkonstruktionen eine sorgfältige ingenieurtechnische Planung erfordern. Neben der sichtbaren Gestaltung steht im Hintergrund eine Konstruktion, die Windlasten und weitere Einwirkungen zuverlässig aufnehmen und in das bestehende Tragwerk weiterleiten muss.
Das Projekt ist ein Beispiel für unsere Tätigkeit im Bereich Tragwerksplanung im Bestand, Stahlbau und Sonderkonstruktionen – von der konstruktiven Idee bis zum statischen Nachweis.